Kunst, die verbindet – Denk Dein Dorf Schandelah bringt Farbe an unseren Bahnhof

Am Sonntag, den 28. Juni 2026, wurden beim Johannifest in Schandelah vielfältige Kunstwerke ausgestellt: Unsere lokale Dorfgruppe Denk Dein Dorf Schandelah präsentierte die bunten Entwürfe der Bürgerinnen und Bürger für die Neugestaltung des Bahnhofstunnels. Wo heute noch tristes Grau dominiert, soll bald ein einladendes Kunstwerk entstehen, das die Identität und die Gemeinschaft unseres Ortes zeigt.

Der Hintergrund: Das Gemeinschaftsprojekt nimmt Fahrt auf

Im April hatten wir das Projekt zur Umgestaltung unseres Bahnhofstunnels angekündigt. Seitdem ist einiges passiert.

Matthias Schlüter – Künstler und Leiter des Projekts – war in unserem Kindergarten, wo Kinder und Eltern mit viel Spaß über 20 Beiträge gestaltet haben. In der Grundschule hat er während mehrerer Schulstunden mit den Kindern einer Klasse an einem Gruppenkunstwerk gearbeitet. Matthias hat das Projekt persönlich bei Vereinen unseres Dorfs vorgestellt, wo es sehr positive Rückmeldungen gab. Ab Mitte April haben viele Bewohnerinnen und Bewohner unseres Dorfs freitagnachmittags bei Hassis Dorfladen vorbeigeschaut, mit Matthias über das Projekt gesprochen, sich von eingereichten Kunstwerken inspirieren lassen und eigene Beiträge abgegeben. Ende Mai gab es während unseres Dorfflohmarkts eine Malparty in Matthias‘ Einfahrt.

So sind schon viele Kunstwerke entstanden und zusammengekommen, die nun präsentiert wurden.

Vielfalt und Hitze: Die Ausstellung beim Johannifest

Das Johannifest bot einen wunderbaren Rahmen und konnte dank der großartigen Unterstützung der Kirchengemeinde für die Präsentation genutzt werden.

Das Interesse an den Bildern war groß. Insgesamt gab es über 70 Kunstwerke zu bewundern. Das Vorhaben stieß wie bisher auf sehr positive Reaktionen. Unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger schätzen das Engagement und freuen sich auf die Neugestaltung. Viele Menschen haben die Entwürfe mit Neugier und Faszination betrachtet.

Besonders die Kinder ließen sich nicht bremsen. Sie malten eifrig neue Kunstwerke und spielten mit den Bahnhofsmodellen, die in der Schule aus Lego gebaut worden waren. Das eine oder andere Kind wollte deutlich länger bleiben als seine Eltern. Sogar ein von den Schulkindern selbst entwickeltes Gesellschaftsspiel wurde ausprobiert, auch wenn es aufgrund der Hitze noch nicht den optimalen Zeitpunkt für eine Testrunde gefunden hatte.

Auch Vorbehalte und Skepsis wurden geäußert. Das ist für Matthias fester Teil des Prozesses eines Kunstprojekts. So spiegeln sich in der Auseinandersetzung mit der Kunst und der Veränderung auch gesellschaftliche Konflikte wider. Manche wollten, dass von ihnen kritisch betrachtete Objekte nicht das dargestellt Ortsbild dominieren. Andere sorgten sich um die praktische Umsetzbarkeit und Finanzierung und machten Lösungsvorschläge.

Mehrere Besucherinnen und Besucher hatten Schwierigkeiten, sich vorzustellen, wie die eingereichten Kunstwerke auf den Tunnel übertragen werden würden. Dazu ist wichtig zu verstehen, dass die Bilder nicht unbedingt direkt als Kopie auf den Wänden abgebildet werden sollen. Stattdessen sollen die gesammelten Werke durch ihre Motive und ihre Art zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfließen. Auch die Personen, die die Bahnhofswände tatsächlich bemalen werden, werden dabei ihre eigene künstlerische Freiheit haben. Auf diese Weise sollen sich viele Eindrücke, Details und Stimmungen in einem stimmigen Gesamtbild wiederfinden.

Aufgrund der extremen Hitze lösten sich leider Bilder vom Rahmen und die Rahmen verzogen sich, sodass die Ausstellung gegen 17:30 Uhr vorzeitig abgebaut werden musste.

Ausblick: Wie geht es jetzt weiter?

Die nächsten Schritte hängen von den Genehmigungen und der Finanzierung ab. Für die Umsetzung wurde ein Förderantrag beim Zukunftsfonds Asse gestellt, dessen Bescheid noch im Juli erwartet wird. Danach muss die Bahn das Vorhaben letztendlich genehmigen und es müssen Sicherheitsunterweisungen für die Helferinnen und Helfer stattfinden. Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Farbtöpfe idealerweise noch im September oder Oktober dieses Jahres geöffnet werden.

Für die Zeit danach gibt es schon viele spannende Ideen, die das Projekt abrunden könnten – was davon letztendlich realisiert wird, wird sich im weiteren Prozess zeigen:

  • Ein großes Abschlussfest auf dem Bahnhofsvorplatz.
  • Eine Projekt-Website mit Suchspielen für Wartende am Bahnhof.
  • Langfristig die Erneuerung der Fahrradboxen, eine Reparaturstation für Fahrräder und eine E-Bike-Ladestation.

Mach mit!

Unser Kunstprojekt lebt vom Mitmachen. Wenn du dich einbringen möchtest, kannst du weiterhin Ideen und Vorschläge einreichen. Auch über den Bahnhof hinaus suchen wir von Denk Dein Dorf Schandelah immer nach neuen Impulsen, um Plätze in unserem Ort positiv zu verändern. Kontaktmöglichkeiten zu Denk Dein Dorf Schandelah findest du in unserem Impressum.

Künstlerische Gestaltung
Matthias Schlüter
Westerbergstraße 53
📞 0162 81 85 110


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