Bilder erzählen Geschichten. Und beides zusammen sagt etwas über die Situation der Entstehung.
Was siehst du hier, Matthias Schlüter?
Eine Skizze für ein professionelles Graffiti über eine ganze Wand des Bahnhofs
Im Mittelpunkt steht ein dreidimensionaler Schriftzug, der ein wenig in den Raum geneigt liegt
Umrahmt von einem Blätterwerk sitzt links oben ein Marienkäfer und schaut auf das Geschehen
Unser Blick wird so den Treppenabgang herunter geführt durch ein Liniengewirr eines Schriftwaldes
Daran anknüpfend entdecken wir ein Schneckenhaus auf dem ein kopfüber Schmetterling sitzt
Die Grundlinie ist bepflanzt mit im Nebel liegenden Gräsern, die sich Richtung Himmel recken
Über den Ausschnitt zum Eingang in die Unterführung hinein, thront das Wappen von Schandelah
Daneben wacht ein stattlicher Hirsch über die Landschaft und die kleinen Strohballen auf dem Feld
Dazwischen sind dann noch, fast gleichmäßig über den Himmel verteilt, Vögel erkennbar
Was könnte bedeutsam für unsere Gemeinschaft sein?
Über das Wappen von Schandelah ist schnell der Bezug zum Ort ablesbar und herzustellen
Die Verbindung zum Leben auf dem Land wird durch einzelne Objekte ebenso deutlich erkennbar
Spannend sind die vielen sich aufspannenden Themen, welche durchaus Selbstgespräche öffnen Dabei halten sich die aufkommenden Dimensionen gegenseitigen in Waage
Beispielsweise liefert der Schmetterling einen Hinweis auf unsere Wandlungsfähigkeit
Wobei gleich daneben unser Rückzug ins Schneckenhaus angesprochen wird
Der Marienkäfer steht für Zartheit und Verletzlichkeit gegenüber dem Hirsch mit seiner Stärke
Womit auch die Themen Jägermeister, Geschichte, Landwirtschaft, Leistung … angesprochen werden
Die brennenden Buchstaben und die Freiheit der Vögel runden dann alles irgendwie ab
Denn trotz aller Konfliktmöglichkeiten entwickelt sich ein Arrangement in harmonischer Atmosphäre
Was denkst du? Was fällt dir auf?
Wir freuen uns auf deine Gedanken als Kommentar auf dieser Seite.

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