Bahnhofskunst – Bild 25

Bilder erzählen Geschichten. Und beides zusammen sagt etwas über die Situation der Entstehung.

Was siehst du hier, Matthias Schlüter?

Mit dem ersten Blick wird man von links unten über sieben Kegel ins Bild hineingezogen

Dann geht es den Handabdrücken folgend im Kreis weiter bis zu einer Art Höhle

Aus dieser entwickelt sich ein Totempfahl, bestehend aus einem roten Herz zwischen zwei Händen

Er reicht bis in den blauen Himmel, wo in der rechten oberen Ecke die Sonne lachend strahlt

Mit großen offenen Augen schaut sie zurück auf die Szenerie und das bunte Treiben

Blaue und gelbe Flocken scheinen im Raum zu schweben und symbolisieren Ausgeglichenheit

Merkwürdig kommen nur die drei Reihen roter Herzen am linken und rechten Bildrand rüber

Denn kurioserweise stehen sie alle auf dem Kopf

Was könnte bedeutsam für unsere Gemeinschaft sein?

In diesem symmetrischen Aufbau des Bildes fragt man sich, warum fallen die Herzen herunten?

Vor allem auch im Gegensatz zu den aufrechtstehenden Fingern der Handabdrücke

Und dann entdeckt man je länger man hinschaut noch weitere Gegensatzpaare

Da gibt es „Freiheit und Ordnung“, „Dichte und Lockerheit“, „linke Hände und rechte Hände“

„Licht und Dunkel“, „Vordergrund und Hintergrund“, „Leben und Tod“, „Drinnen und Draußen“ …

Dabei findet das Leben eben gerade zwischen solchen gegensätzlichen Polen statt

Wobei der Ausschlag auf den einzelnen Dimensionen in die eine und andere Richtung zeigt

Was denkst du? Was fällt dir auf?

Wir freuen uns auf deine Gedanken als Kommentar auf dieser Seite.

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