Bahnhofskunst – Bild 31

Bilder erzählen Geschichten. Und beides zusammen sagt etwas über die Situation der Entstehung.

Was siehst du hier, Matthias Schlüter?

Auf dieses weiße Blatt Papier sind großflächige erdige Farbaufträge zu bewundern

Diese reichen von hellen Umbratönen bis zu rötlich blutenden Flächen voller Leben

Hier und da sieht man wie die Farbe aufgetragen und verarbeitet wurde

Neben diesen Wisch- und Kratzspuren ist im linken oberen Bild eine Stempeltechnik zu erkennen

Hier legen sich die beiden grundlegenden Farbtöne übereinander und mischen sich

Dadurch wird eine Verbindung zwischen den einzelnen Gebilden auf der Fläche geschaffen

Auch im Hinblick auf die Kontraste von Diffusität, Flächigkeit, Kleinteiligkeit und Ungenauigkeit

Was könnte bedeutsam für unsere Gemeinschaft sein?

Jedes Gebilde nimmt halt seinen Platz im Raum ein und strebt nach Beachtung

Ausschlaggebend scheint die Größe der eingenommenen Fläche und die Farbigkeit

Zu hören sind solche Sprüche wie „Platz da, hier bin ich!“ oder „Ich war hier zuerst!“

Mal sehr direkt mal zaghafter, etwas leichter oder schwerer

Und da wo sich jemand eingerichtet hat kann auch niemand anders sich ausdehnen

Es sei denn man macht Platz oder wird herausgeworfen aus diesem dynamischen Bild

Wir sehen hier also eine Momentaufnahme der Status und Machtverteilung in der Gemeinschaft

Diese kann sich natürlich auch wieder verändern oder bleibt für einige Zeit so

Was denkst du? Was fällt dir auf?

Wir freuen uns auf deine Gedanken als Kommentar auf dieser Seite.

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